Tour durch Bayern und über den Norisring mit der Mercedes C-Klasse

Mercedes Roadtrip durch Bayern

An einem kalten, weißen und windigen Wintertag wie heute ist es schön mit ein paar Plätzchen eine warme Sommergeschichte zu erzählen. Genau das mache ich heute, indem ich ein paar Bilder und Impressionen vom letzten Juli auspacke. Das DTM-Wochenende hier in Nürnberg ist an und für sich bereits etwas Besonderes, aber dieses war dank des Glücks auf unserer Seite noch etwas besonderer. Bei einem Gewinnspiel in der Innenstadt haben ein Freund und ich einen der Plätze für einen kleinen Roadtrip durch Bayern mit anschließender Runde über den Norisring gewonnen. Diese unerwarteten Sachen sind doch immer die schönsten, eine wirklich tolle Aktion von der Mercedes Niederlassung hier in Nürnberg.

Welcher darf es denn sein?

Stattgefunden hat die Tour am DTM-Samstag, der ja nicht mehr wie früher bloß der Qualifying-Tag ist, sondern schon ein Rennen und viel Rahmenprogramm enthält. Eigentlich ist der Samstag am Norisring immer der actionreichste der drei Tage DTM-Zirkus. Am DTM Samstag 2016 war unser Kolonnen-Ausflug über die Strecke auch einer der Programmpunkte.

Unser Mercedes C200

Unser Fahrzeug durften wir aus einer Losschüssel ziehen. Dabei waren der GLC, der SLC, die C-Klasse und die E-Klasse. Als Pacecar diente ein AMG GTS, der die Überholspur freigeräumt und per Auspufftonsignal den Weg gewiesen hat. Nun habe ich im Titel schon vorweg genommen was wir gezogen haben, aber man muss die Spannung ja auch nicht immer so hochhalten. Genau gesagt durften wir eine C200 Limousine mit 4 Zylinder Benzinmotor und schöner Ausstattung pilotieren. An diesem Tag mit 30 Grad Plus konnten wir vor allem die Klimaanlage ausgiebig testen. Testurteil: hat gut funktioniert.

Auf und davon

Aber eins nach dem anderen. In der bereits abfahrbereit geparkten Gruppe von Autos die richtige C-Klasse zu finden war gar nicht mal so einfach. Alle Autos waren weiß lackiert und im Rahmen der EM mit Deutschland-Flaggen und dem Mercedes-Kennern unter euch sicher bereits bekannten „Vive La Mannschaft“ Logo versehen. Nachdem die richtige C-Klasse gefunden war konnten wir es uns ersteinmal gemütlich machen und die zahlreichen Einstellungsmöglichkeiten testen. Das Verbinden mit dem Handy für die musikalische Untermalung lief wie bei Mercedes häufig etwas holprig ab, nach mehreren Verbindungsversuchen stand das Bluetooth Signal aber stramm und einsatzbereit. Die C-Klasse ist eben ein wahrer Gentleman, wer paart sich denn schon beim ersten Date? Dann setzte sich unsere Kolonne auch relativ rasch in Bewegung.

Roadtrip Mercedes C Klasse

 

Bei unserer kleinen Runde durch Nürnberg blieb unsere Gruppe aus 18 Mercedes noch beisammen, was ein sehr schickes Bild ergeben hat. Die Blicke aller Leute waren uns in jedem Fall sicher. Auf der Landstraße haben wir uns dann aber alle allmählich verloren, was sowohl an den Ampeln als auch an der Navigation per Beifahrer in Rallye-Manier lag. Das machte die Tour aber abenteuerlich und wir hatten – mittlerweile nur noch als Zweiergruppe mit einer weiteren C-Klasse unterwegs – die Möglichkeit unseren C200 ungestört auf der Landstraße erproben zu können.

Dass die C-Klasse vorrangig für lange Autobahnfahrten und die Stadt gemacht ist merkt man dabei natürlich. Durch die Kurve geht’s eher träge und die Lenkung fühlt sich auch im Sport+ Modus noch schwammig an. Mich hat es aber dennoch überrascht wie schnell und elegant sich der C200 durch die Landstraßen Frankens geschwungen hat. Respekt! Spaß gemacht hat das Fahren dabei natürlich auch noch.

Zwischenstopp

Auf halber Strecke haben wir dank der Dynamik auch wieder den Anschluss zu unserer Gruppe gefunden. Beim Stopp an der Tankstelle gab es einen kleinen Snack und den Fahrerwechsel. Genug Zeit für mich also, den Innenraum ein wenig mehr zu erkunden. Das Highlight unserer Ausstattungsvariante war dabei das Burmester Soundsystem, das zu einigen Klanggenüssen in der Lage ist. Bässe und Co. lassen sich natürlich einstellen und das Soundbild bereitet bei wirklich jedem Lied Freude. Zwar gibt es noch ausgefeiltere Soundsysteme bei anderen Herstellern, die kosten dann aber auch den ein oder anderen Pfennig mehr als die 922,25 für das Tonupgrade in der C-Klasse.

Das restliche Interieur ist gut aufgeräumt, nett anzusehen und fühlt sich von der Haptik her sehr schön an, das gilt für die Knöpfe, die Oberflächen und auch die Lederlemente. Hier wird man von der schönen Welt, die die Mittelklasse deutscher Hersteller zu bieten hat begrüßt. Im Innenraum habe ich mich wohl und geborgen gefühlt. Auch die Bedienung geht einfach von der Hand. Funktion gesucht? Funktion gefunden. Kein Problem.

Unterwegs mit Mercedes C Klasse und AMG GTS

Nur mit der Handhabung des Multimediasystems muss man sich ein wenig länger vertraut gemacht haben um dessen Funktionsumfang wirklich nutzen zu können. Wie man genau in welches Menü kommt ist nicht immer ganz logisch. Im Stand kann man sich damit noch ganz gut auseinandersetzen, während der Fahrt werden manche Aktionen aber schwierig, da hilft auch die wirklich hervorragende Position von Touchpad und Bedienrad nicht weiter. Die gefallen mir bei Mercedes von der Handhabung her besonders gut, ich hatte noch nie ein Bedienelement in der Hand das sich so gut angefühlt hat. Dafür muss man dann aber auch mit dem Gangwählhebel hinterm Lenkrad Vorlieb nehmen, den man sonst nur noch aus Actionfilmen mit Bruce Willis kennt. Die Wiedergutmachung dafür gibt es aber in Form von Schaltwippen mit denen man komfortabel durch die 9 Gänge des Automatikgetriebes schalten kann.

Rennstrecke!

Als wir mit unserer Tour fertig waren sind wir weiter zum Norisring gekurvt. Dahin, wo man sonst eigentlich nicht hinkommt weil man eben keinen Formel 3- oder Carrera Cup-Wagen fährt. Wir wurden zur Einfahrt der Rennstrecke eingewiesen, wo sonst auch die anderen Rennautos warten, die ihr Fahrerlager aus Platzgründen außerhalb haben. Danach ging es mit einer wahren Armada von Mercedes ab auf die Rennstrecke. Unsere Gruppe wurde noch durch ein paar weitere Autos ergänzt.

Mercedes Kolonne Norisring Zufahrt

Es war ein unglaubliches Gefühl den Norisring einmal frei befahren zu können, und dann auch noch mit Zuschauern. Ich kenne die Straßen vom fahren her ja, schließlich sind sie den Rest des Jahres offen. Aber genau aus diesem Grund kann man den Rest des Jahres über auch nicht darüber heizen. Auch wenn unsere Runde aufgrund des gewaltigen Mercedes-Rückstaus bei der Ausfahrt relativ schnell wieder vorbei war, war es ein grandioses Erlebnis über den Norisring mit seinen Bodenwellen, nahen Wänden und Kampfspuren zu fahren. Und selbst mal auf dem riesigen TV-Bildschirm zu sehen zu sein. Das war einfach ein wahnsinnig tolles Erlebnis.

Wir fahren selbst auf dem Norsiring

Danach ging es in der Kolonne wieder zurück zur Mercedes Niederlassung, bei der wir in Gruppenformation eingeparkt wieder unsere Schlüssel abgeben mussten. Neben einem Erinnerungsfoto gab es noch DTM-Tickets und das Routenbooklet als kleines Andenken. Für weitere Andenken haben wir natürlich in Form von Fotos und Videos gesorgt, die aber alle mit dem Handy entstanden sind, entschuldigt also die Qualität :). Unsere Deutschland Flagge haben wir während der Tour übrigens verloren. Was lernen wir also aus der Geschichte? Den Autokorso nach dem Spiel sollte man lieber ausschließlich in der Stadt abhalten. Dadurch bleibt die Kolonne zusammen und sämtliche anbauten erhalten.

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